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Das neue Album von Massive Attack „Heligoland“ ist schon eine paar Monate alt, genauso wie das Video zu dem Stück „Splitting the atom“, und trotzdem fasziniert es mich wieder und wieder.

Eine langsame Kamerafahrt in schwarz-weiß durch eine apokalyptische Szenerie, die einen dramatischen,verzweifelten Hightech-Kampfeinsatz zwischen Wolkenkratzern zeigt. Von der Ästhetik her sehr clean, vielleicht an die neueren „Krieg der Sterne“ Filme erinnernd, aber von der Düsternis definitiv eher „Blade Runner“, wobei es diesen noch um Weiten schlägt. Dazu passend die ruhige hypnotische Musik, die ihre Kraft erst wirklich durch das düstere Video entfacht.

Immer wieder habe ich mir das Video angeschaut und habe versucht zu verstehen was da eigentlich passiert. Immer wieder habe ich versucht, weitere Details zu entdecken, die zur Auflösung des Rätsels beitragen. Ich bin nicht wirklich weiter gekommen – was hat es mit dem rot glitzernden Auge auf sich, und wer ist dieser Mann am Ende auch mit roten Augen? Bin aber jedesmal wieder unheimlich fasziniert von der bestechenden Grafik und der tollen Machart des Videos, die weit in die Zukunft weist.

Ein echtes Meisterwerk – unbedingt im Vollbild-Modus anschauen:

Massive Attack – Splitting the Atom – directed by Edouard Salier on Vimeo.

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Ende letzter Woche fiel mir die Schlagzeile ins Auge „Neues Logo und Design: MTV hat die Bezeichnung „Music Television“ aus seinem Logo entfernt„.

Jawoll, das ist nur konsequent, und eigentlich war es längst fällig. Mit Musikfernsehen hatte MTV schon seit einer Weile nicht mehr viel zu tun… MTV war mal der erste Musiksender im Fernsehen überhaupt und entwickelte sich sowohl für Mainstream/Pop als auch für spezielle Musikrichtungen zu einem ernstzunehmenden Medium, bis es irgendwann zum gefühlten Klingelton-Werbefernsehen wurde (oder war das Viva?), und inzwischen sind es Reality Shows die das Programm prägen.

Als es das Internet noch nicht gab bzw. noch nicht weit verbreitet war, waren Musikfans noch auf die klassischen Medien angewiesen. Für spezielle Genres gab es auch spezielle Zeitschriften und Fanzines, Aushänge und Flyer in Plattenläden, und wahrscheinlich hatten viele so wie ich eine Liste mit „ihren“ Radio-  und Fernsehsendungen, die sich der speziellen Lieblingsmusik widmeten. Ich habe mir damals sogar ab und zu den Wecker gestellt, weil spezielle Musiksendungen eben meist spät nachts liefen, wie z.B. Samstag oder Sonntag morgens zwischen 1 – 5 Uhr…

Auch MTV Europe hatte seine regelmäßigen Spezial-Sendungen von Metal über HipHop bis zu elektronischer Musik. Die Sendung Chill-out Zone fällt mir ein, mit eher ruhigen aber auch experimentellen Tracks. Oder MTV Dance oder Party Zone mit der sympathisch-ausgeflippten Simone Angel.

Viva hatte später sowas auch: Für elektronische Musik gab es Housefrau mit Sabine Christ und einem großartigen Mate Galic. Coole Moderationen, Interviews und Plattentipps (live am Plattenspieler vorgespielt!), und Mate hatte fast jede Woche eine neue Frisur und eine neue Farbe in den Haaren.

Wer kann sich noch an die vielen bunten Tunnelflug-Videos erinnern, die in den Neunzigern zu fast jedem Technotrack produziert wurden? Es gab daneben aber auch großartige künstliche Welten (z.B. die X-Mix Videos), oder die klassischen, real gedrehten Videos. Das Musikfernsehen bot damals eine ganz neue Art und Weise, um Musik zu erleben, und ließ völlig neue visuelle Welten entstehen.

Und ob man es mag oder nicht, diese Spezialsendungen brachten damals bestimmte Tracks ganz groß raus. Jaydee’s „Plastic Dreams“ war so ein Hit, der im TV und auch im Club sehr präsent war. Das großartige Aphex Twin-Video zu seinem Track „On“ lief ebenfalls sehr oft bei MTV, genauso wie die X-Mix Serien.

Das Fernsehen war zu der Zeit fast die einzige Möglichkeit, Musikvideos zu sehen. Die X-Mixes gab es zwar auch auf Videokassette, aber das war es dann auch…

Das ist jetzt schon eine Weile vorbei, und egal ob es diese Sendungen noch gibt oder nicht – sie spielen gar nicht mehr die Rolle die sie mal hatten. Inzwischen gibt es Internet und DVDs. Musikvideos schaut man jetzt auf YouTube-und-wie-sie-alle-heißen, oder auf tape.tv – das sich lustigerweise den Claim „music television“ ins Logo gepflanzt hat, so wie MTV früher 😉

Hier mal ein paar gesammelte Videos aus dem Musikfernsehen:

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Wo wir gerade beim Thema Depeche Mode sind:

1. Das Konzert in Leipzig gestern soll sehr gut gewesen sein. Einige Eindrücke davon gibt es z.B. bei www.depechemode.de. Umso mehr könnt ihr euch auf das Konzert in Berlin freuen – der Bühnenaufbau im Olympiastadion ist jedenfalls schon in vollem Gange.

2. Heute feierte das Video zur neuen Depeche Mode-Single „Peace“ seine Weltpremiere – und zwar bei tape.tv, dem Internet-Musik-Video-Sender.  Das Video ist sicherlich Geschmacksache, aber umso interessanter finde ich das Konzept von tape.tv:  Im Gegensatz zu den bekannten sogenannten Musiksendern im Fernsehen, wo Musikvideos nicht mehr wirklich im Vordergrund stehen, laufen bei tape.tv ausschließlich Musikvideos, und zwar unmoderiert. Und nicht nur das: Je nachdem welches Genre oder welchen Künstler man auswählt, verändert sich das Programm nach dem persönlichen Geschmack. Die Website überzeugt außerdem durch ihr schlichtes Design und die einfache Handhabung. Und auch wenn manches Musikvideo offensichtlich nur günstig produziertes Promotionmaterial ist, gibt es viele, viele Perlen zu entdecken, die spannende Geschichten erzählen oder unglaubliche Bilder zeigen. Da macht Musikfernsehen wieder Spaß!

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