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Posts Tagged ‘Ausstellung’

Es ist viel gemeckert worden über diese Infobox, die vor kurzem in der historischen Mitte Berlins am Schlossplatz errichtet wurde – da wo das alte Stadtschloss wieder aufgebaut werden soll: Sie sehe klobig, billig, hässlich aus.

Darüber kann man streiten, und davon abgesehen ist der Inhalt trotzdem spannend: Man erfährt alles rund um das Stadtschloss: von der Geschichte, über die neuen Baupläne, bis hin zu den bereits laufenden Arbeiten.

Das Highlight für mich: In der ersten Etage ist ein mehrere Quadratmeter großes Modell der Berliner Innenstadt aufgebaut, wie sie um das Jahr 1900 herum aussah, natürlich inklusive Schloss. Durch Zufall kam ich gerade rechtzeitig dazu, als ein Herr begann das Modell zu erklären. Enthusiastisch und anschaulich erläuterte er, wie das Schloss über einen Zeitraum von 500 (!) Jahren stufenweise ausgebaut wurde, mit welchen Widrigkeiten sich die Architekten im Laufe der Jahrhunderte auseinandersetzen mussten, wie sich der Bau in die Stadtstruktur einfügte und mit den umliegenden Gebäuden korrespondierte, und welche Sichtachsen dort wirkten.

Und auf einmal fällt es einem wie Schuppen von den Augen und man versteht, warum der Palast der Republik, so zeitgeschichtlich wertvoll er auch gewesen sein mag, an dieser Stelle störte und Platz machen musste für den Wiederaufbau des Schlosses. Ein großes Dankeschön nochmal für diesen augenöffnenden Vortrag, allein dafür hat sich der Besuch gelohnt.

Modell der Berliner Innenstadt um 1900 in der Humboldtbox

Im Übrigen hat man von der Panorama-Terrasse ganz oben einen grandiosen Blick auf die Stadt rundherum: auf die freigelegten alten Schlossfundamente, die Museumsinsel, die Straße Unter den Linden entlang bis zum Brandenburger Tor und zur Siegessäule, und in die andere Richtung zum Roten Rathaus und Fernsehturm. Klar, kennt man als Berliner alles, aber die Perspektiven von hier oben hat man sonst so nicht.

Und nochmal von wegen hässliche Box: Im späten Herbstlicht – hier an einem sonnigen Mitte-November-Tag – fügt sie sich doch ganz harmonisch in das Panorama ein (siehe Foto).

Humboldtbox am Schlossplatz

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Am vergangenen Wochenende hatte das Buchstabenmuseum anlässlich der TYPO Berlin zu Sonderführungen ins Schaudepot eingeladen. Dort lagern seit dem Umzug in die Räumlichkeiten am Alexanderplatz verschiedenste Exponate in vielen Größen und Farben.

Spannend sind dabei nicht nur die Buchstaben und Typografien an sich, sondern vor allem die Geschichten dahinter, und daher lohnt sich ein Besuch auch für Nicht-Typografie-Fanatiker.

Die Geschichte alter Firmen oder Fachgeschäfte, die zufälligen Entdeckungen interessanter Schriftzüge im Alltag, die vielen -teilweise überraschenden- Hinweise aus einem breiten Netzwerk von Buchstabenliebhabern, die immer wieder für Nachschub an Exponaten sorgen. Dramatische Berichte von aufwändigen Transporten der teilweise riesigen und/oder schweren Buchstaben, oder die Rettungsaktionen für Schriftzüge, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr am Gebäude hingen sondern im Schrottcontainer gelandet waren, oder von windigen Gestalten die bei der Demontage von Schriftzügen überrascht wurden, obwohl diese bereits dem Museum zugesagt worden waren.

Und natürlich dieses tolle kleine Gerät, mit dem man alte Neonreklame-Röhren zum Leuchten bringen kann, um z.B. die Original-Farbe zu bestimmen.

Wo und wann man das alles sehen und erfahren kann, und wie man den Verein unterstützen kann, ist auf der Website nachzulesen.

Buchstabenmuseum

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Das Automobil Forum Berlin zeigt seit gestern eine Ausstellung mit Cartoons von Uli Stein. Neben Klassikern aus den vergangenen Jahren gibt es auch neue Zeichnungen mit den markanten menschlichen und tierischen Akteuren zu sehen. Insgesamt sind es über 100 Cartoons – also Zeit mitbringen! Wer es im Vorweihnachts-Trubel nicht schafft vorbeizugehen: die Ausstellung läuft noch bis 18.01.2009 🙂 .

Wo: Berlin-Mitte, Unter den Linden/Ecke Friedrichstraße, Eintritt ist frei.
Mo–Fr 9 – 20 Uhr, Sa + So 10 – 18 Uhr.

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Und hier gleich noch dies: Am 11. November ab 18 Uhr wird der zweite Teil der Ausstellung „An der Grenze des Lichts“ eröffnet, und zwar im Kino Babylon in Berlin Mitte (im Oval, Treppe hoch). Die hier ausgestellten Fotos entstanden bei Stummfilmkonzerten im Babylon und der Kirche Heiligkreuz in kreuzberg. Mehr Infos beim www.mdf-berlin.de.

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Vom 1. bis 30.11. findet zum dritten Mal der Europäische Monat der Fotografie Berlin statt. Informationen über Ausstellungen und Künstler gibt’s unter www.mdf-berlin.de.

Besonders empfehlen möchte ich die Ausstellung in der Galerie rs21 in Friedrichshain. Hier stellt Thomas Graichen unter dem Motto „An der Grenze des Lichts“ seine Fotos aus. Mit einer ganz besonderen Kamera – nämlich einer Lochkamera, entstehen Bilder die immer irgendwie etwas verwunschen wirken und eine ganz besondere Atmosphäre zaubern…

Vernissage ist am Samstag 8. November ab 19 Uhr, Öffnungszeit immer Sonntags 14-17 Uhr, Finissage am 30. November 14 Uhr, Eintritt frei.

„An der Grenze des Lichts“
Galerie rs 21 Berlin
Richard-Sorge-Str. 21
10249 Berlin Friedrichshain

Anfahrt: U5 Frankfurter Tor, Tram M10 Strassmannstrasse

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