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Archive for the ‘Sehenswertes’ Category

Tim Hespen hat in der Spreeblick Selbstauslöser-Serie ein super aufschlussreiches und unterhaltsames Video gedreht: über seine musikalische Leidenschaft Italo Disco. Diese Stilrichtung aus den 80er Jahren ist heute – außer auf Flohmärkten – nicht mehr wirklick präsent, war aber ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der elektronischen Tanzmusik.

Tim stellt in dem 10-Minuten-Video einige seiner Lieblingsplatten vor, zeigt Plattencover-Highlights und erzählt anschaulich von den typischen Stilelementen. Dabei macht es unglaublich Spaß ihm zuzuhören, einige Kommentare sind wirklich köstlich. Also hier: Video an-schau-en.

Natürlich gibt es noch DJs die diesen Style auflegen, erwähnt seien hier nur IF oder Intergalactic Gary aus Holland, die in der dortigen aktuellen elektronischen Musikszene sehr gut verdrahtet sind. Und wie Tim schon meinte: Diese Musik passt durchaus in ein House-DJ-Set rein.

Platten gibt es auf Flohmärkten, neuere oder wiederaufgelegte Tracks aber zum Beispiel auch im Clone Plattenladen unter dem Genre „Italy“. Wer mehr von dieser Musik hören möchte, kann online mal bei Intergalactic FM in den Kanal „Intergalactic Classix“ reinhören. Viel Spaß!

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Kleine Zwangspause die letzten Wochen hier im Blog wegen zuviel Arbeit, dann Urlaub, dann langsame Wiedereingewöhnungsphase an das Online-Leben, und nun diverse Fußball-WM-Aktivitäten.

Heute wieder ein Foto-Tipp: Andrew Moore hat 2008-2009 in Detroit großartige Fotos gemacht, die es auf seiner Website gesammelt zu bestaunen gibt. Tolle Motive, bei denen es oft um Zerfall, heile Welt, oder heile Welt trotz Zerfalls geht. Der Kontrast zwischen den kräftigen Farben und den manchmal verstörenden Motiven ist faszinierend.

Und wieder nagt die Frage, die angesichts meines eigenen Besuchs in Detroit und anderer Fotoserien immer wieder auftaucht: Warum lassen es Menschen in der modernen Welt zu, dass eine ganze riesengroße Stadt so verkommt?!

Moore’s andere Fotos stehen dem übrigens in nichts nach – z.B. die Serie „Cuba 1998-2002“. Einfach mal selbst schauen, und bitte nicht nur die kleinen Vorschaubilder überfliegen 😉 sondern die Großaufnahmen einzeln auf sich wirken lassen!

www.andrewlmoore.com

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Hier mal wieder ein Tipp für die Fans von (realen) Unterwelten: Der Verein Berliner Unterwelten e.V. erforscht und dokumentiert die unterirdischen Bauwerke der Stadt und bietet mittlerweile ein breites Spektrum an spannenden Führungen durch den Untergrund sowie Vorträgen, Seminaren und Büchern an.

Am Mittwoch, 27.01.2010 um 17:30 Uhr hält Dietmar Arnold den Vortrag „Dunkle Welten – Bunker und Tunnel unter Berlin“. Hier ein Ausschnitt aus der Ankündigung:

40 Prozent der Bauwerke unserer Stadt liegen unter dem Straßenpflaster: U- und S-Bahn-Tunnel, Relikte aus Speers „Germania“-Planungen, Großbunker unter Alex und Pariser Platz, unterirdische Labyrinthe unter Hitlers Neue Reichskanzlei, Spionage- und Fluchtstollen. Dazu die Großstadtkatakomben der Kanalisation, archäologische Fundstätten unter Kirchen und Schlössern … und die Funde gehen immer weiter – hören Sie viel Neues!

Der Vortrag findet in der Urania Berlin statt, Adresse: An der Urania 17, 10787 Berlin, zwischen U-Bhf. Wittenbergplatz und Nollendorfplatz. Der Eintritt kostet regulär 6 EUR, ermäßigt 5 EUR, sowie für Urania-Mitglieder 3,50  EUR.

Und wer sich sonst für das Thema interessiert, oder seinen Freunden oder Gästen mal was Besonderes abseits der üblichen Touristen-Routen bieten möchte, sollte sich mal durch die echt umfangreiche Website mit vielen Infos und durch das Programm klicken.

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Bestimmt habt ihr das schon mal erlebt: Ihr lauft oder fahrt durch eine Stadt, und plötzlich bleibt der Blick an einer Häuserwand hängen, die mit einem übergroßen gemalten Bild verziert wurde, das sich über die gesamte Wandfläche erstreckt.

Besonders beeindruckend sind diese Bilder, wenn es diese 5 bis 6-geschossigen Häuder der Berliner Innenstadt sind, deren Brandmauern oder kahle Ecken damit verschönert werden.

Manchmal sind diese Bilder so täuschend echt gemalt und fügen sich so perfekt in ihre Umgebung ein, dass man sie beim flüchtigen Hinschauen kaum registriert. Wenn es etwas ausgefallenere Motive sind, stutzt man nur kurz, um dann auf den zweiten Blick zu erkennen, dass man es mit einem Wandbild zu tun hat.

Berliner kennen vielleicht den großen Ozeandampfer, der plötzlich zwischen zwei Häusern hervorkommend auf einen zuzufahren scheint und der regelmäßig verdutzte Autofahrer zum Bremsen bringt. Oder die schöne Stuckfassade mit Fenstern, die mit einem überdimensionierten Reißverschluss freigelegt wird (Charlottenburg).

Beide übrigens von Gert Neuhaus, der viele Berliner Hauswände mit seinen Kunstwerken verziert hat.

Etwa Mitte der 1970er Jahre begann die Wandmalerei in Berlin, viele der Bilder verschwinden leider nach mehreren Jahren wieder – weil Häuser renoviert oder Baulücken bebaut werden, oder weil die Bilder irgendwann abblättern oder verblassen.

Norbert Martins hat das Buch „Giebelphantasien“ über Wandbilder geschrieben. Leider ist es inzwischen vergriffen, aber auf seiner Homepage gibt es evtl. noch gebrauchte Exemplare. Eine DVD mit Fotos ist noch erhältlich. Zusätzlich bietet er Stadtführungen durch Berlin-Kreuzberg an, bei denen die dortigen Wandbilder besucht werden und er Interessantes zu Entstehung und Hintergründen berichten kann.

Auf der Website www.wandbilder-berlin.de werden ebenfalls viele Bilder dokumentiert. Hier gibt es neben Bildern aus Berlin auch Beispiele aus anderen Bundesländern und dem Ausland. Neben den „großen“ Wandbildern werden hier auch Malereien auf Buswartehäuschen und Elektrokästen gezeigt, die manchmal doch sehr ins Kitschige abrutschen, aber da kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Mehr Infos zu Wandbilder gibt es (natürlich) auch bei Wikipedia.

Viel Spaß also beim Entdecken!

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Jetzt ist es soweit: Das Neue Museum Berlin wurde gestern mit seiner neuen Ausstellung feierlich eröffnet. Nach Zerstörung im Krieg und jahrzehntelangem Leerstand war es nach Plänen des britischen Architekten David Chipperfield aufwändig renoviert und umgebaut worden. Im März 2009 war es bereits ein Wochenende lang für die Öffentlichkeit zugänglich, und mehrere 10.000 Besucher hatten die Gelegenheit genutzt, sich das fertiggestellte aber noch leere Museum anzuschauen.

Dieses Wochenende, 17. und 18. Oktober 2009, ist der Eintritt in das Museum anlässlich der Eröffnung kostenlos. Wie im Radio gerade berichtet wird, hat sich bereits eine mehrere 100 Meter lange Besucherschlange vor dem Gebäude gebildet. Die ersten hatten sich wohl schon morgens zwei Stunden vor Eröffnung angestellt, trotz des grauen nasskalten Wetters…

Größten Andrang wird es sicherlich bei der Büste der ägyptischen Königin Nofretete geben, aber auch der Rest der Ausstellung soll wirklich beeindruckend sein.

Als Vorgeschmack hier nochmal ein paar Bilder aus dem leeren Museum im März 2009. Ich bin gespannt, wie die Räume nun zusammen mit den Ausstellungsgegenständen wirken!

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Wir hatten hier schon mal das Thema Zerfall in Detroit, mit großartigen und gleichzeitig beängstigenden Fotos von einer Geisterstraße in einer ehemals gutbetuchten Detroiter Gegend, in der jetzt die Einfamilienhäuser verlassen vor sich hin gammeln.

Jetzt gibt es dazu eine weitere Fotoserie, die noch weiter geht: Häuser die schon so lange leer stehen, dass sie langsam aber sicher von der Natur zurückerobert werden. Wildrankendes Grünzeug, Bäume und Büsche wachsen munter vor sich hin und in die Häuser hinein, und geben den lange verlassenen und zerfallenden Gebäuden wieder ein Gesicht.

Man will nicht wirklich wissen, wer oder was drinnen lebt; von Obdachlosen bis hin zu Tieren alles möglich. Aber vielleicht sind diese Häuser ja auch völlig friedlich und schlummern so vor sich hin, eingebettet in das Grün. Anschauen!

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Buchstabenmuseum

Über die markante und leider demontierte Zierfische-Leuchtreklame in der Karl-Marx-Allee in Berlin Friedrichshain hatten wir schon berichtet.

Jetzt naht die Rettung: Das Buchstabenmuseum Berlin sammelt Spenden, um die Zierfische für seine Sammlung zu erwerben. Buchstabenmuseum? Ja genau. Das ist ein privat organisiertes Museum, das sich der Bewahrung und Dokumentation von Buchstaben und sehenswerten typografischen Objekten widmet. In seiner Sammlung befinden sich bereits viele bekannte Schriftzüge von Firmen, öffentlichen Einrichtungen o.ä., deren Herkunft, Schriftbild, Format und Material genau festgehalten werden.

Zur Zeit ist das Museum noch in der Aufbau- und Sammelphase. Es gibt auch leider noch keine festen Ausstellungsräume, dafür aber ein Schaudepot das regelmäßig besichtigt werden kann. Nächster Besichtigungstermin ist Samstag, 12.09.2009 von 13 – 15 Uhr. Die Adresse ist Leipziger Straße 49 in 10117 Berlin – Mitte. Besichtigungen sind auch nach Voranmeldung möglich, und zwar per Mail unter verein_at_buchstabenmuseum.de.

Auf der Website www.buchstabenmuseum.de gibt es außerdem Presseartikel und Hintergrundberichte über das Museum selbst und über einige Highlights in seiner Sammlung.

Wer sich an der Rettung der Zierfische beteiligen oder den gemeinnützigen Verein Buchstabenmuseum e.V. auch sonst unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Ab 100 EUR werden auch Spendenquittungen ausgestellt.

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