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Archive for the ‘Sehenswertes’ Category

Beim Bummel über die Kastanienallee in Berlin – Prenzlauer Berg, die inzwischen beliebte Touri-Gegend ist, ist mir unter den vielen Läden einer aufgefallen, der es absolut wert ist hier mal vorgestellt zu werden: Upcycling Deluxe.

Was ist das? Ein Laden, in dem es schöne Dinge gibt, die aus recycelten Materialien hergestellt werden. Das klingt erstmal nach Öko/Alternativszene, ist aber tatsächlich eine Fundgrube an tollen Design-Ideen und schicken, teilweise lustigen Produkten. Zum Beispiel:

  • Taschen und Gürtel geflochten aus bunten Saftpackungen
  • Handtaschen aus Auto-Nummerschildern, Aktenordnern(!) und Taxi-Schildern
  • Bunte Tiere gebastelt aus Flip Flops
  • Kerzenständer aus kunstvoll gebogenen Löffeln und Gabeln
  • Hüte und Mützen genäht aus Kaffee-Säcken und bunten Stoffresten
  • Lampen und Wanduhren aus Schallplatten (schwarz und farbig)
  • Kleiderständer aus Wasserrohren
  • Bilderrahmen und Spiegel aus altem Bootsholz
  • Neu gestylte Kleidung aus Second Hand Klamotten
  • … und noch viel viel mehr!

Wie der Inhaber erklärt, wird vieles von kleinen Familienbetrieben, aber auch von Künstlern hergestellt, und zwar in aller Welt. Bei der Auswahl der Produkte für den Laden wird auf jeden Fall auf Nachhaltigkeit geachtet. Ein tolles Konzept, das zeigt dass sich Design und Nachhaltigkeit nicht ausschließen, seondern sehr gut vereinen lassen!

Wo: Kastanienallee 22, Berlin – Prenzlauer Berg
oder Online-Shop unter www.upcycling-deluxe.com.

 

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Dass Street Art unsere Umgebung belebt und sie freundlicher, witziger, schöner macht, können wir in Berlin jeden Tag sehen. Mit Malereien, Postern, Aufklebern, Skulpturen oder auch gestrickten Hüllen werden Häuser, Mauern, Verkehrsschilder, Mülleimer, Stromkästen, Parkbänke oder auch der Boden dekoriert.

Ein paar herausragende Street Art Beispiele aus der weiten Welt finden sich zum Beispiel hier:

Nun hat sich eine deutsche Baumarktkette überraschend an die Spitze der Bewegung gestellt – mit der Kampagne Mach was gegen Hässlich. Warum nicht die ollen grauen Außentreppen mit Farbe verschönern? Oder nackte Brandwände mit lustigen Anbauten versehen? Wir finden dieses Motto absolut unterstützenswert, und die Kampagne im übrigen sehr gelungen: schöner Werbespot, schöne Plakate, viele Anregungen.

Bild

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Heute mal wieder zwei Tipps zu Foto-Serien, die ich sehr beeindruckend fand. Beide bieten sehr ungewöhnliche Perspektiven auf eigentlich vertraute Dinge:

„Der Club am Morgen danach“ bei ZEIT online:
Tolle Einblicke in bekannte Clubs – darunter einige Berliner Clubs, und zwar nach der Party, komplett menschenleer und bei voller Beleuchtung, mit den Überbleibseln der vergangenen Nacht.
Sehr aufschlussreich sind übrigens auch die Leser-Kommentare zu den Fotos.

„Instruments from Inside“:
Wenn man nicht wüsste worum es geht, könnte man denken es sind neue, ungewöhnliche Gebäude, die mit tollem Lichtkonzept schön ausgeleuchtet sind. Tatsächlich ist sind es Fotos für eine Werbekampagne der Berliner Philharmoniker, bei denen Musikinstrumente von INNEN in Großaufnahme fotografiert wurden.

– Beides wirklich toll, also unbedingt anschauen!

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Es ist viel gemeckert worden über diese Infobox, die vor kurzem in der historischen Mitte Berlins am Schlossplatz errichtet wurde – da wo das alte Stadtschloss wieder aufgebaut werden soll: Sie sehe klobig, billig, hässlich aus.

Darüber kann man streiten, und davon abgesehen ist der Inhalt trotzdem spannend: Man erfährt alles rund um das Stadtschloss: von der Geschichte, über die neuen Baupläne, bis hin zu den bereits laufenden Arbeiten.

Das Highlight für mich: In der ersten Etage ist ein mehrere Quadratmeter großes Modell der Berliner Innenstadt aufgebaut, wie sie um das Jahr 1900 herum aussah, natürlich inklusive Schloss. Durch Zufall kam ich gerade rechtzeitig dazu, als ein Herr begann das Modell zu erklären. Enthusiastisch und anschaulich erläuterte er, wie das Schloss über einen Zeitraum von 500 (!) Jahren stufenweise ausgebaut wurde, mit welchen Widrigkeiten sich die Architekten im Laufe der Jahrhunderte auseinandersetzen mussten, wie sich der Bau in die Stadtstruktur einfügte und mit den umliegenden Gebäuden korrespondierte, und welche Sichtachsen dort wirkten.

Und auf einmal fällt es einem wie Schuppen von den Augen und man versteht, warum der Palast der Republik, so zeitgeschichtlich wertvoll er auch gewesen sein mag, an dieser Stelle störte und Platz machen musste für den Wiederaufbau des Schlosses. Ein großes Dankeschön nochmal für diesen augenöffnenden Vortrag, allein dafür hat sich der Besuch gelohnt.

Modell der Berliner Innenstadt um 1900 in der Humboldtbox

Im Übrigen hat man von der Panorama-Terrasse ganz oben einen grandiosen Blick auf die Stadt rundherum: auf die freigelegten alten Schlossfundamente, die Museumsinsel, die Straße Unter den Linden entlang bis zum Brandenburger Tor und zur Siegessäule, und in die andere Richtung zum Roten Rathaus und Fernsehturm. Klar, kennt man als Berliner alles, aber die Perspektiven von hier oben hat man sonst so nicht.

Und nochmal von wegen hässliche Box: Im späten Herbstlicht – hier an einem sonnigen Mitte-November-Tag – fügt sie sich doch ganz harmonisch in das Panorama ein (siehe Foto).

Humboldtbox am Schlossplatz

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Der Spreepark Plänterwald in Berlin war einst ein großer Vergnügungspark, den die DDR-Regierung 1969 als Prestigeobjekt bauen liess. Bis zum Mauerfall ein Besuchermagnet, hatte er nach der Wende mit geringen Besucherzahlen zu kämpfen und musste schließlich 2001 Insolvenz anmelden. Seitdem verwahrlost das Gelände, wurde aber wegen seinen teils morbiden Charms von Hobbyfotografen geliebt, die die zerfallenen und zugewucherten Anlagen als Foto-Objekt entdeckten. Seit einiger Zeit werden nun richtige Führungen durch den verwilderten Park angeboten.

Am vorigen Wochenende wurde er für einige Tage als „Lunapark Berlin“ wiedereröffnet – und wurde von Besuchern fast überrannt. Einige Attraktionen wie z.B. die Parkeisenbahn fuhren tatsächlich wieder, es waren ein paar Kinderkarrussels aufgestellt worden, Kunstinstallationen waren auf dem Gelände verteilt, es gab verschiedene Führungen, und für Verpflegung war auch gesorgt. Es herrschte entspannte Volksfeststimmung.

Viele Leute nutzten die Chance, die maroden, teilweise abgesperrten Anlagen zu fotografieren, die in dem allgemeinen Gewusel wie verwunschene Orte wirkten. Zugewuchert, still vor sich hin gammelnd, verrostet. Ansatzweise ließ sich der Glamour der vergangenen Tage noch erahnen, oft wirkten sie in dem strahlenden Sonnenschein und inmitten der Besuchermassen reichlich surreal.

Hier ein paar Eindrücke:

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Auf der Webseite berliner-spreepark.de gibt es übrigens sehr ausführliche Informationen und Fotos zur Geschichte des Freizeitparks, seinen Attraktionen, den Hickhack um neue Konzepte und Wiedereröffnung, und Infos zu den Führungen.

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Am vergangenen Wochenende hatte das Buchstabenmuseum anlässlich der TYPO Berlin zu Sonderführungen ins Schaudepot eingeladen. Dort lagern seit dem Umzug in die Räumlichkeiten am Alexanderplatz verschiedenste Exponate in vielen Größen und Farben.

Spannend sind dabei nicht nur die Buchstaben und Typografien an sich, sondern vor allem die Geschichten dahinter, und daher lohnt sich ein Besuch auch für Nicht-Typografie-Fanatiker.

Die Geschichte alter Firmen oder Fachgeschäfte, die zufälligen Entdeckungen interessanter Schriftzüge im Alltag, die vielen -teilweise überraschenden- Hinweise aus einem breiten Netzwerk von Buchstabenliebhabern, die immer wieder für Nachschub an Exponaten sorgen. Dramatische Berichte von aufwändigen Transporten der teilweise riesigen und/oder schweren Buchstaben, oder die Rettungsaktionen für Schriftzüge, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr am Gebäude hingen sondern im Schrottcontainer gelandet waren, oder von windigen Gestalten die bei der Demontage von Schriftzügen überrascht wurden, obwohl diese bereits dem Museum zugesagt worden waren.

Und natürlich dieses tolle kleine Gerät, mit dem man alte Neonreklame-Röhren zum Leuchten bringen kann, um z.B. die Original-Farbe zu bestimmen.

Wo und wann man das alles sehen und erfahren kann, und wie man den Verein unterstützen kann, ist auf der Website nachzulesen.

Buchstabenmuseum

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Trafo BerlinDimitri Hegemann, u.a. Eigentümer des Tresor-Clubs & Labels und damit Wegbereiter der elektronischen Musik in Berlin, hat eine weitere Location eröffnet: den Trafo. Damit hat er sich sicherlich einen persönlichen Traum erfüllt. Der Trafo befindet sich im selben Heizkraftwerk an der Köpenicker Strasse in Mitte wie der neue Tresor Club.

Der Trafo soll vor allem als Kultur-Location und „urbaner ThinkTank“ fungieren. Er kann sowohl für Ausstellungen und Konzerte als auch für Workshops, Aufführungen und andere kreative Ideen genutzt werden.

Die Fotos auf der Website sehen auf jeden Fall vielversprechend aus und lassen auf spannende Veranstaltungen hoffen. Große alte Industriehallen, fast nur roher Beton und Stahl, mächtige Stelen, alte Stahlgeländer. Und das über mehrere Etagen.

Passenderweise fand dort Ende März bereits ein Konzert des japanischen Klangkünstlers Ryoji Ikeda statt, der im Rahmen des Maerzmusik Festivals dort auftrat. Der rohe, massive Industriebau bot dabei sicherlich den totalen Gegensatz zu den glasklaren, messerscharfen experimentellen Klängen des Japaners – und war genau deshalb bestimmt die perfekte Kulisse für dieses Konzert.

Das weitere Programm ist leider noch nicht online, aber falls es mal eine Möglichkeit gibt, die Location zu erkunden – ich bin dabei!

www.berlintrafo.de

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