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Archive for the ‘Links’ Category

Auf der Kreuzberger Seite der Oberbaumbrücke, direkt vor dem Eingang des Watergate Clubs, hockt seit einigen Wochen ein Mann in luftiger Höhe.

Mit leuchtend blauem Kapuzen-Shirt und Turnschuhen ist er vielleicht gerade aus dem Club gekommen, bevor er sich hinsetzte, die Knie an den Körper rangezogen und den Kopf auf den Knien abgelegt. Die Kapuze ist über den Kopf gezogen, so dass man sein Gesicht nicht sieht. Ist er müde oder friert er?

Das sieht so täuschend echt aus, dass man im ersten Moment völlig verdutzt ist! Denn er sitzt in ungefähr 4 – 5 Metern Höhe unterhalb der U-Bahn Trasse – in waagerecht schwebender Haltung mit Blick nach unten. WTF?!

Ganz zufällig habe ich nun gerade die Webseite von Mark Jenkins gefunden. Dort gibt es jede Menge Fotos von ähnlich großartigen „Installationen“, mit täuschend echt aussehenden Figuren in den kuriosesten Positionen und Verkleidungen. Vermutlich ist er das, der den Kapuzenmann hier platziert hat.

Fällt das auch unter die Kategorie Street Art? Egal, es sind tolle Ideen, großartig umgesetzt, also unbedingt die Fotos von Mark Jenkins anschauen!

Der an der Oberbaumbrücke klebt

Der an der Oberbaumbrücke klebt

 

Müde oder friert er?

Müde oder friert er?

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Wir starten das neue Jahr mit Links zu zwei sehr amüsanten, empfehlenswerten Fotoserien:

  • Die erste erschien auf thepoke.co.uk: Ein Wochenrückblick mit einer Sammlung von Fotos aus aller Welt – unbedingt die ganze Serie mit den 42 Fotos durchklicken! Davon abgesehen lohnt es sich, die ‚The Poke‘ Webseite mit dem passenden Slogan „Time well wasted“ nach weiteren lustigen Beiträgen zu durchstöbern.

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Seit einiger Zeit bringt der Tresor ein kleines Online-Magazin namens Tresor.iginal heraus. Darin gibt es unter anderem großartige Fotos aus dem alten Tresor, Interviews mit Machern und Künstlern, die tolle persönliche Geschichten aus den Anfängen des Techno erzählen, alte Zeitungsartikel, Berichte von den Abschlussparties in der ursprünglichen Tresor-Location Leipziger Strasse, Fotostrecken aus der „musikalisch verwandten“ Stadt Detroit, und einiges mehr. Schön untermalt von passender Musik.

Besonders lesenswert fand ich Ausgabe 003 und 004, alles zu finden unter http://issuu.com/tresorberlin.

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Basic Channel werden von vielen Elektronikmusik-Fans wie Halbgötter verehrt, seitdem sie Anfang der neunziger Jahre anfingen Platten zu veröffentlichen und mit ihrer bahnbrechenden Musik ganz neue Welten in der elektronischen Musik erschlossen. Tiefe Bässe, dichte Sounds, Hall und das typisches Rauschen…

Seitdem sind in der elektronischen Musik die verschiedensten Stile und Spielarten entstanden. Einer davon ist Dubstep, noch nicht lange da, aber irgendwie scheinen manche Tracks eine nahe Verwandtschaft zu Basic Channel zu zeigen. Warum ist das so? *

Eigentlich hat Dubstep doch komplexe broken Beats und kommt soundmäßig aus dem Drum’n’Bass?!

Aber dann gibt es da auch diese reduzierten Dubstep-Tracks, die mit ganz wenigen Sounds und etwas Hall eine unglaubliche Dichte, Mystik und gleichzeitig eine Weite erzeugen, die einen in den Bann zieht und fasziniert immer wieder auf die „Repeat“ Taste/Button drücken/klicken lässt. Dazu dann noch diese Melancholie des frühen Detroit-Techno, die durch ein paar dezente melodiöse Elemente oder Akkorde entsteht. Auf jeden Fall großartige Musik!

Aber wie kommt es zu dieser gefühlten Nähe zu Basic Channel? Der Hall? Die reduzierten aber effektvoll arrangierten Sounds? Der fette Bass? Die Gänsehaut die die Tracks erzeugen? Dub??

Hier mal eine Liste von aktuellen Lieblingstracks in diesem Stil. Wer weitere Tipps hat, gerne per Kommentar ergänzen!

Wer dieses Tracks mag, sollte unbedingt den regelmäßigen Wax Treatment DJ-Mix checken, meist von DJ Pete, den es monatlich  zum Download gibt.

Und jeder sollte NATÜRLICH mal zu den Wax Treatment Parties im Horst Krzbrg gehen, wo diese und ähnliche Musik läuft. Jeden letzten Sonntag im Monat mit extra viel Bass auf dem Killasan Soundsystem! Nächstes Mal übrigens wieder am 28.03.2010 u.a. mit DJ Pete, Mark Ernestus und Tikiman, und MMM (live).

* Disclaimer: Achtung, dies ist keine musik-wissenschaftliche Analyse, sondern eine zutiefst subjektive Wiedergabe gefühlter Wahrnehmungen 😉

** Support the artists and buy their music 😉  Danke an www.hardwax.com und www.juno.co.uk für die Links.

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Kleiner Tipp am Rande: Wer sich bei bestimmten Redewendungen und Begriffen immer fragt, was die eigentlich bedeuten bzw. woher dieser Ausdruck kommt, ist bei Wiktionary bestens aufgehoben.

Über 100.000 deutschsprachige Einträge wurden hier bereits zusammengetragen. Zu jeder Redewendung bzw. jedem Begriff wird die Bedeutung erläutert. Es werden sowohl Synonyme, also ähnliche/verwandte Ausdrücke aufgelistet, als auch solche die das Gegenteil darstellen. Und sie werden – falls vorhanden – in anderen Sprachen aufgelistet, (übrigens auch in Esperanto 🙂 ). Beispiel: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. First come, first served. Unua venis, unua prenis.

Manchmal scheinen die Erläuterungen zwar komplizierter zu sein als das einzelne Wort, z.B. Derivatem: „grammatisches Morphem, das der Derivation (= Ableitung) von Wörtern dient“. – Alles klar? 😉 Aber es ist auf jeden Fall spannender und unterhaltsamer als im Wörterbuch zu suchen!

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Ein schönes Webvideo ist mir über den Weg gelaufen:

Da stehen zwei gemütliche Herren mit Brille, beide schwarz gekleidet, in einem Raum der so ein bisschen wie eine kleine Garage wirkt. Eine braune Holztür, alter dunkler Fußbodenbelag, ein paar Regale mit Krimskrams und alte Poster an der Wand. Und es stehen verschiedene Keyboards und Apparaturen herum, einige mit Kabeln und lustig blinkend wie die Schaltzentrale in uralten Science Fiction Filmen.

Und dann fangen sie an, Knöpfe zu drücken, Regler zu drehen und Tasten zu spielen, und zaubern aus den alten Apparaturen einen schönen analog blubbernden, elektronischen 80’ies style Track. Alexander Robotnick, dessen Platten in keiner Italo-Disco und Elektronik-Musik-Plattensammlung fehlen dürfen, und sein Musiker-Kollege Ludus Pinsky holen aus den Geräten schöne Effekte heraus und beziehen wohl auch einige Instrumenten-Raritäten ein (wie heißt das Dings ab Minute 4:00, wo er mit dem Finger über eine Fläche fährt und mit der anderen Hand sowas wie einen Joystick bewegt, damit dort diese Klänge herauskommen?)

Und wie sie beide ganz vertieft in die Musik hingebungsvoll und trotzdem locker mitwippen – herrlich. Sehr schön anzuschauen: hier.

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Wer sich für Fotografie und/oder alte Industriebauten interessiert, der sollte sich mal die Website IndustrieKulturFotografie (IKF) anschauen.

Das ist die Website einer Gemeinschaft, die das Ziel hat, das industrie-kulturelle Erbe durch fotografische Dokumentation zu bewahren. Und zwar nicht nur die reine Dokumentation, sondern speziell auch mit ästhetischen Zielen. Sie möchte die Reize von Nutz- und Industriebauten finden und adäquat fotografisch umsetzen. Die Internetseite bietet dafür sowohl die Möglichkeit für Veröffentlichungen als auch die Möglichkeit zur Diskussion.

In der Online-Fotogalerie findet man faszinierende, spannende Ansichten aller möglichen Bauten, Einrichtungen und technischen Anlagen. Sehr hochwertig fotografiert, mit vielen Details und sehr gut ausgeleuchtet. Von alten rostigen Maschinen über teils zerfallene Werksgebäude bis hin zu aktuellen funktionellen Bauten reicht das Spektrum der Motive. Die Galerie ist außerdem nach Branchen sortiert – Bergbau, Textilindustrie, Chemische Industrie…

Auf jeden Fall toll zum Stöbern und zur Inspiration! Und, ja, um vielleicht eigene Erinnerungen wachzurufen, von Erkundungen in alten Gebäuden und Industriegeländen. Speziell die Berliner haben ja ein Faible dafür, ehemalige Industriegebäude und ungenutze Gelände als Orte für Kultur, Musik, Party oder Gastronomie in Besitz zu nehmen, sei es spontan und unangemeldet oder offiziell etabliert. Andere Gebäude wurden zu Wohnzwecken und Bürogebäuden umgebaut.

Unzählige Locations ließen sich aufzählen, vom Tresor-Club (ursprüngliche und neue Location) und dem E-Werk in Berlin Mitte, bis hin zu den vielen ehemaligen Brauereien, Umspannwerken, Schlachthofgeländen, Wassertürmen, Klavier- und Seifenfabriken in Hinterhöfen, Speichergebäuden am Wasser etc.

Und auch in anderen, vor allem östlichen Bundesländern wurden nach dem Mauerfallund dem Zusammenbruch der örtlichen Industrie viele Gelände frei, die in irgendeiner Form genutzt wurden, seien es ehemalige Militärflughäfen und Bunkeranlagen, aufgegebene Fabrikgebäude oder alte Bahngelände.

Wer bei der IndustrieKulturFotografie mitmachen und eigene Fotos bereitstellen möchte, findet auf der Website detaillierte Angaben zum Bewerbungsprozess und zu den Qualitätsanforderungen.

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