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Archive for the ‘Film’ Category

Das neue Album von Massive Attack „Heligoland“ ist schon eine paar Monate alt, genauso wie das Video zu dem Stück „Splitting the atom“, und trotzdem fasziniert es mich wieder und wieder.

Eine langsame Kamerafahrt in schwarz-weiß durch eine apokalyptische Szenerie, die einen dramatischen,verzweifelten Hightech-Kampfeinsatz zwischen Wolkenkratzern zeigt. Von der Ästhetik her sehr clean, vielleicht an die neueren „Krieg der Sterne“ Filme erinnernd, aber von der Düsternis definitiv eher „Blade Runner“, wobei es diesen noch um Weiten schlägt. Dazu passend die ruhige hypnotische Musik, die ihre Kraft erst wirklich durch das düstere Video entfacht.

Immer wieder habe ich mir das Video angeschaut und habe versucht zu verstehen was da eigentlich passiert. Immer wieder habe ich versucht, weitere Details zu entdecken, die zur Auflösung des Rätsels beitragen. Ich bin nicht wirklich weiter gekommen – was hat es mit dem rot glitzernden Auge auf sich, und wer ist dieser Mann am Ende auch mit roten Augen? Bin aber jedesmal wieder unheimlich fasziniert von der bestechenden Grafik und der tollen Machart des Videos, die weit in die Zukunft weist.

Ein echtes Meisterwerk – unbedingt im Vollbild-Modus anschauen:

Massive Attack – Splitting the Atom – directed by Edouard Salier on Vimeo.

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Bevor sich alle ins Silvestergetümmel stürzen, hier schon mal ein Filmtipp fürs neue Jahr: „SubBerlin: the story of Tresor Club“ von Tilman Künzel erzählt die Geschichte des Techno-Clubs Tresor von den Anfängen in der Zeit nach dem Mauerfall 1989 bis zu seinem Abriss im Jahr 2005.

Nach der Wende schien alles möglich: Niemand wusste genau, wem welcher Grund und Boden im Osten Berlins gehört – schon gar nicht auf dem ehemaligen Mauerstreifen. „Kulturaktivisten“ entdeckten die Tresorräume des längst abgerissenen Kaufhauses Wertheim und schufen dort mit dem Tresor-Club einen mythischen Ort, an dem sich die Jugend aus Ost- und Westberlin erstmals zum Feiern traf – bei einer neuen, bis dahin unbekannten Musik. Auch wie die Macher des Clubs die elektronische Musik aus Detroit entdeckten und daraus eine intensive Beziehung zwischen beiden Städten enstand, wird erzählt.

Der Film lebt vor allem durch die Erzählungen der Pioniere der Berliner Technoszene. Alle maßgeblichen Gestalter und Menschen rund um den Club Tresor wurden interviewt: Dimitri Hegemann, Carola Stoiber, Marc Reeder, viele andere Leute des Tresor-Teams sowie DJs und Musiker die im Tresor spielten. Dazu gibt es Bilder aus dem Archiv, die zusammen mit den persönlichen Erzählungen die beeindruckende Aufbruchstimmung und den Spirit des Clubs sehr lebendig  werden lassen.

Am 10.12.2009 lief der Film bereits im RBB, am Mittwoch 13.01.2010 wird er um 21:30 Uhr im Tresor Club gezeigt, Eintritt ist frei! Anschließend ist dann ganz regulär Bonito House Club für alle, die noch tanzen wollen.

Eine Vorschau zum Film gibt’s hier zu sehen.

In diesem Zusammenhang übrigens auch sehr lesenswert:

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Hier ein Filmtipp für alle Fotografie-Begeisterten: Das Kino Babylon Mitte am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin zeigt morgen den Film „Die Fotografen Bernd und Hilla Becher“ – eine Dokumentation über das Fotografenpaar, das fünf Jahrzehnte lang Industriebauten fotografierte.

Was die beiden Fotografen so besonders macht, ist nicht nur, dass sie mit ihren Werken viele Industriebauten vor dem Vergessen bewahrten. Sondern sie wirkten mit ihren Schwarz-Weiß-Fotografien stilbildend. Industriebauten wie z.B. Fördertürme, Hochöfen, Fabrikhallen, Gasometer, aber auch Fachwerkhäuser fotografierten sie aus immer derselben Perspektive, die Motive meist mittig platziert, ohne Menschen, und in weichem Licht. Damit hoben sie auf frappierende Art und Weise sowohl die Gleichheit der unterschiedlichen Gebäude, aber gerade auch die Unterschiede hervor. Hier mal am Beispiel der Fachwerkhäuser und der Fördertürme schön zu sehen.

Mit ihren Fotografien haben die Bechers sehr dazu beigetragen, ein Bewusstsein für den Erhalt des industriellen Kulturguts zu schaffen. Ihre Arbeiten sind berühmt und werden heute in den großen Museen der Welt gezeigt.

In dem Film-Porträt erzählt das Künstlerpaar von seinem Leben und seinen Werken. Dauer: 90 Minuten, Regie: Marianne Kapfer.

Wann: Mi 24.06.2009 / 20:00 Uhr, und Mi 01.07.2009 / 19:45 Uhr.

Wo: Kino Babylon Mitte, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin (Mitte).

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