Der Spreepark Plänterwald in Berlin war einst ein großer Vergnügungspark, den die DDR-Regierung 1969 als Prestigeobjekt bauen liess. Bis zum Mauerfall ein Besuchermagnet, hatte er nach der Wende mit geringen Besucherzahlen zu kämpfen und musste schließlich 2001 Insolvenz anmelden. Seitdem verwahrlost das Gelände, wurde aber wegen seinen teils morbiden Charms von Hobbyfotografen geliebt, die die zerfallenen und zugewucherten Anlagen als Foto-Objekt entdeckten. Seit einiger Zeit werden nun richtige Führungen durch den verwilderten Park angeboten.
Am vorigen Wochenende wurde er für einige Tage als “Lunapark Berlin” wiedereröffnet – und wurde von Besuchern fast überrannt. Einige Attraktionen wie z.B. die Parkeisenbahn fuhren tatsächlich wieder, es waren ein paar Kinderkarrussels aufgestellt worden, Kunstinstallationen waren auf dem Gelände verteilt, es gab verschiedene Führungen, und für Verpflegung war auch gesorgt. Es herrschte entspannte Volksfeststimmung.
Viele Leute nutzten die Chance, die maroden, teilweise abgesperrten Anlagen zu fotografieren, die in dem allgemeinen Gewusel wie verwunschene Orte wirkten. Zugewuchert, still vor sich hin gammelnd, verrostet. Ansatzweise ließ sich der Glamour der vergangenen Tage noch erahnen, oft wirkten sie in dem strahlenden Sonnenschein und inmitten der Besuchermassen reichlich surreal.
Hier ein paar Eindrücke:
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Auf der Webseite berliner-spreepark.de gibt es übrigens sehr ausführliche Informationen und Fotos zur Geschichte des Freizeitparks, seinen Attraktionen, den Hickhack um neue Konzepte und Wiedereröffnung, und Infos zu den Führungen.
[...] wirklich jeder, der einmal auf dem Kulturpark-Plänterwald-Gelände war, wird bestimmt wie ich der Meinung sein, in einem realen Traum gewesen zu [...]